Russischer Diplomat bestätigt: Gaddafis Tochter verklagt Nato wegen Luftangriffs

Der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin © RIA Novosti. Alexey Kudenko

Der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin © RIA Novosti. Alexey Kudenko

Der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin hat in einem Interview für die Freitagsausgabe der „Iswestija“ bestätigt, dass die Tochter des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi, Aisha, in Paris und Brüssel Gerichtsklagen gegen die Nato wegen Kriegsverbrechen eingereicht hat.

Laut den Behörden in Tripolis waren Aishas Bruder sowie zwei Nichten und ein Neffe von ihr bei einem Nato-Luftangriff ums Leben gekommen.

Früheren Medienberichten zufolge wurden der 29-jährige Saif al-Arab, einer der sieben Söhne des libyschen Herrschers, sowie die vier Monate alte Mastura, der zweijährige Saif und die dreijährige Kartago in der Nacht zum 1. Mai bei einem Nato-Bombenangriff auf den Stadtbezirk Bab al-Aziziya von Tripolis getötet.

Wie die Nachrichtenagentur France Presse mitteilte, heißt es in der von Anwalt Luc Brossolet in Brüssel eingereichten Gerichtsklage unter anderem: „Die Entscheidung der Nato, eine zivile Wohnung in Tripolis anzugreifen, war ein Kriegsverbrechen.“

Laut Rogosin prüfen die Juristen in Brüssel derzeit die eingereichte Klage, die höchstwahrscheinlich angenommen werde. Der Diplomat schließt nicht aus, dass die Gerichtklage, die rein formell gegen eine nicht bekannte Person gerichtet ist, neu formuliert und gegen konkrete Personen in der Nato-Leitung erhoben werden könne.

Mitte Juni hatte FIDE-Chef Kirsan Iljumschinow nach seinem Besuch in Tripolis berichtet, dass Muammar al-Gaddafi in der Nacht zum 1. Mai, wenige Minuten vor dem Nato-Angriff sein Haus verlassen habe, in dem sein Sohn und seine Enkelkinder zurückgeblieben und ums Leben gekommen seien.

Angesichts des Bürgerkrieges in Libyen, der im Februar mit Massenprotesten gegen das Regime Gaddafi begonnen hatte, beschloss der UN-Sicherheitsrat am 17. März ein Flugverbot für die Gaddafi-Armee und ermöglichte so eine ausländische militärische Einmischung in diesem nordafrikanischen Land.

Die am 19. März eingeleitete Militäroperation einer multinationalen Koalition wird seit dem 31. März von der Nato geleitet. Das diesbezügliche Mandat, das am 27. Juni ablaufen sollte, wurde am 1. Juni um drei weitere Monate bis Ende September verlängert.

http://de.rian.ru/security_and_military/20110624/259557207.html

 

http://www.news.gypsywolve.com/gw/2011/06/russischer-diplomat-bestatigt-gaddafis-tochter-verklagt-nato-wegen-luftangriffs/

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